{"id":130,"date":"2021-02-03T23:01:32","date_gmt":"2021-02-03T22:01:32","guid":{"rendered":"http:\/\/heimatverein-neusatz.de\/?p=130"},"modified":"2021-02-03T20:20:42","modified_gmt":"2021-02-03T19:20:42","slug":"das-heilige-grab-als-kulisse-der-karwoche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/?p=130","title":{"rendered":"Das Heilige Grab als Kulisse der Karwoche"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-131 alignright\" src=\"https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004-224x300.jpg 224w, https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004-766x1024.jpg 766w, https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004-768x1026.jpg 768w, https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004-1149x1536.jpg 1149w, https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004-1532x2048.jpg 1532w, https:\/\/heimatverein-neusatz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/P1010004.jpg 1712w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/>Vor\u00fcbergehend aufgestellte Heilige Gr\u00e4ber in der Karwoche entwickelten sich im 17. Jahrhundert zu barocken Kulissenheiliggr\u00e4bern. Sie konnten mit unterschiedlichen fig\u00fcrlichen Szenen kombiniert werden, weshalb an Palmsonntag, Gr\u00fcndonnerstag, Karfreitag und Ostern je eigene Motive einsetzbar waren. Ihre Entstehung verdanken die Kulissenheiliggr\u00e4ber<br \/>\ndem Jesuitentheater. In farbenfrohen Auff\u00fchrungen religi\u00f6ser Themen setzte man neben der Musik\u00a0pr\u00e4chtige B\u00fchnen und illusionistische Effekte ein, um den Betrachtern auch emotional das Glaubensgeheimnis von Tod und Auferstehung Jesu zu vermitteln.<\/p>\n<p>Die Feier um die Grabesruhe Christi sah fr\u00fcher am Karfreitag vor, nach der Kreuzverehrung das Altarkreuz oder ein Korpus des Leichnams Jesu in das Heilige Grab zu legen. Dieses war meist an einem Nebenaltar einer Seitenkapelle aufgebaut. In S\u00fcddeutschland geh\u00f6rten seit dem zw\u00f6lften Jahrhundert aufgesteckte Glaskugeln zum Heiligen Grab. Die farbigen oder mit gef\u00e4rbtem Wasser gef\u00fcllten Glaskugeln wurden von \u00d6ll\u00e4mpchen erleuchtet. Das flackernde Licht verlieh der Grabszene eine geheimnisumwitterte Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Die barocken Kulissenheiliggr\u00e4ber wollten ganz im Sinn der Methode der Glaubensvermittlung von Ignatius von Loyola, die Gl\u00e4ubigen auf der emotionalen Ebene ansprechen, in dem sie die Betrachter an Tod und Leiden Christi mitf\u00fchlen und Jesu triumphale Auferstehung miterleben lie\u00dfen. Die eindringlichen Bilder hatten offensichtlich mehr \u00dcberzeugungskraft als Worte. Die Auferstehung Jesu wurde oft durch das Abbrennen eines roten bengalischen Lichts am Heiligen Grab zum aufsehenerregenden Schauspiel.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der S\u00e4kularisation wurden die Kulissenheiliggr\u00e4ber vielerorts verboten, da man in ihnen die Erhabenheit der Leidensgeschichte Christi zur blo\u00dfen Unterhaltung herabgew\u00fcrdigt sah. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 \u2013 1965) verschwanden die Heiligen Gr\u00e4ber aus der Liturgie und Volksfr\u00f6mmigkeit. Seit einigen Jahren findet man wieder Kulissenheiliggr\u00e4ber in den Kirchen, zum Beispiel im Kloster in Ettenheimm\u00fcnster in der Ortenau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor\u00fcbergehend aufgestellte Heilige Gr\u00e4ber in der Karwoche entwickelten sich im 17. Jahrhundert zu barocken Kulissenheiliggr\u00e4bern. Sie konnten mit unterschiedlichen fig\u00fcrlichen Szenen kombiniert werden, weshalb an Palmsonntag, Gr\u00fcndonnerstag, Karfreitag und Ostern je eigene Motive einsetzbar waren. Ihre Entstehung verdanken die Kulissenheiliggr\u00e4ber dem Jesuitentheater. 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